Antworten

Wir, das TRIO „Wir haben eine Stimme!“, haben in den vergangenen Wochen viele Appelle in Form von Briefen und Mails an deutsche Politiker verschickt.

Wir haben nicht nur die Appelle veröffentlicht, sondern wollen jetzt auch die dazugehörigen Antworten, wenn uns denn überhaupt welche erreichen, veröffentlichen.

Hierbei fällt immer wieder auf, auch in den entsprechenden Veröffentlichungen sämtlicher Medien, dass uns vorgegaukelt wird, es werde ja schon viel für die Erkrankten getan, viel Geld ausgegeben und uns weis gemacht, es bestünde eine Versorgungsstruktur.

Wenn dem so wäre, würde es unsere Arbeit im TRIO „Wir haben eine Stimme!“ überflüssig machen.

Die Antworten stellen uns nicht zufrieden. Wir erwarten zusätzliche Anstrengungen und lassen uns mit diesen „Vertröstungen“ (Pilotprojekte, Dekade der postinfektiösen Erkrankungen, 50 Millionen € Forschungsgelder pro Jahr…) nicht mundtot machen.

Die so oft beschworenen Anstrengungen der Ministerien sind nach wie vor ein „Tropfen auf den heißen Stein“!



BETREFF Ihr Schreiben vom 02.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 02. Februar 2026 an die Bundesministerinnen Bär und
Warken, in dem Sie von Ihrem Engagement im Rahmen Ihrer Selbsthilfeinitiative berichten
und mehr Unterstützung bei der Erforschung und Versorgung von ME/CFS fordern.
Ministerin Bär sowie dem gesamten Bundesministerium für Forschung, Technologie und
Raumfahrt (BMFTR) ist die Erforschung und Entwicklung von wirkungsvollen Therapien ein
wichtiges Anliegen. Für Menschen mit ME/CFS ist der Alltag schwer oder gar nicht selbständig
zu bewältigen. Diese Erkrankungen sind eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre
Angehörigen, zugleich für unsere Gesellschaft.
Wie Sie aus den Medien entnehmen konnten, lenkt das BMFTR ab diesem Jahr den Fokus
verstärkt auf die Langzeitfolgen von infektiösen Erkrankungen und wird in den kommenden
zehn Jahren die Forschung in diesem Bereich intensivieren. Dazu hat das BMFTR am 30. Januar
2026 gemeinsam mit seinen Partnerinnen und Partnern in der Gesundheitsforschung die
Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen ausgerufen. Hierfür sind für die Laufzeit
der Dekade Mittel in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro vorgesehen.
Bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Dekade wird das BMFTR stets die aktuellen
wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen. Insofern wird der Schwerpunkt der
Förderung im Rahmen der Nationalen Dekade auf der Erforschung der biomedizinischen
Ursachen dieser Erkrankungen und verbesserter Diagnose- und Therapieverfahren liegen.

Über die inhaltliche Ausgestaltung der Forschungsförderung im Rahmen der Dekade wird
aktuell noch beraten. Sobald es hierzu konkrete Informationen gibt, werden diese auf der
Internetpräsenz des BMFTR zu postinfektiösen Erkrankungen bekanntgegeben.
Dem BMFTR ist sehr wichtig, eine ideale Basis zur Erforschung postinfektiöser Erkrankungen
zu schaffen, um Behandlungsoptionen zu realisieren, die Heilung erlauben oder ihr Leid
deutlich lindern können. Mit der Dekade wollen wir diesem Ziel gemeinsam ein großes Stück
näherkommen.
Vielen Dank für Ihren Einsatz im Rahmen Ihrer Selbsthilfeinitiative. Ich wünsche Ihnen alles
Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Leonhard Waschke


Antwort Saathoff
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