Pacing
Das sogenannte „Pacing“ bei an ME/CFS- und Post-Vac Erkrankten ist eine Energiemanagementstrategie, bei der die noch vorhandene, oft reduzierte Energie, sinnvoll eingeteilt und genutzt werden kann. Diese sehr wirkungsvolle Selbsthilfemethode erfordert zunächst ein wenig Disziplin, kann aber dazu beitragen, den Teufelskreis aus „push and crash“ zu durchbrechen und den „Gesundheitszustand“ zu stabilisieren.
Um „Pacing“ zu erlernen, empfiehlt es sich, ein Tagebuch oder ein Protokoll zu führen, in dem Folgendes notiert wird (auf verzögertes Auftreten von Symtomen achten!):
- Art der Aktivität
- Dauer der Aktivität
- Ruhepausen
- Symptome
- Stärke der Symptome
Wir empfehlen, zunächst für eine Dauer von 2 Wochen diese Aufzeichnungen durchzuführen. In der Regel wird nach den Aufzeichnungen deutlich, wie sich die individuelle Belastungsgrenze darstellt.
Zum Beispiel:
X hat herausgefunden, dass er 3 Stunden pro Tag aktiv sein kann, ohne dass schwere Symptome auftreten. X hat herausgefunden, dass ihm abends Aktivitäten leichter fallen als morgens. X hat herausgefunden, dass Telefonate seinen „ Energiehaushalt“ belasten. X hat herausgefunden, dass Lichtreize ihm nicht gut tun…..
Unter Beachtung dieser Erkenntnisse empfiehlt es sich, fortan jede Woche so vorzuplanen, dass Aufgaben auf 7 Tage verteilt werden und Ruhephasen „eingebaut“ werden, damit die eigene Belastungsgrenze nicht überschritten wird.
Sehr empfehlenswert (mit Protokollen):
„Zehn Strategien für einen besseren Umgang mit CFS“ erhältlich bei: info@fatigatio.de